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  • Moritz der Dachs und der Film vom Campus

    Moritz der Dachs und der Film vom Campus

    Moritz der Dachs studierte Online-Redaktion an der TH Köln, genau wie Ben der Fuchs. Aber während Ben am liebsten Texte schrieb, hatte Moritz fast immer eine kleine Kamera dabei.

    „Nur für den Fall, dass etwas Spannendes passiert“, sagte Moritz gern.

    Eines Morgens bekam die Gruppe eine Aufgabe: „Erstellt einen Beitrag über das Campusleben“, erklärte die Professorin. „Text, Bild oder Video — Hauptsache, die Geschichte ist gut erzählt.“

    Moritz’ Augen leuchteten.

    „Ein Filmchen!“, rief er. „Mit Anfang, Mitte, Ende und vielleicht einer dramatischen Eichhörnchen-Szene.“

    Ben der Fuchs schob seine Pfeife in den Mundwinkel und nickte nachdenklich. „Ich kann dir den Sprechertext schreiben.“

    „Perfekt!“, sagte Moritz.

    Also filmte Moritz den ganzen Tag: Studierende mit Kaffeebechern, Tauben auf dem Geländer, eine Vorlesungstür, die immer quietschte, und Ben, wie er sehr ernst auf seinen Laptop starrte.

    Am Nachmittag schnitt Moritz alles zusammen. Er fügte Musik hinzu, machte die Szenen kürzer und setzte am Ende eine Texteinblendung:

    TH Köln: Hier entstehen Geschichten.“

    Als der Film gezeigt wurde, war es einen Moment ganz still.

    Dann klatschten alle.

    Moritz wurde rot bis zu den Schnurrhaaren. Ben klopfte ihm auf die Schulter.

    „Siehst du“, sagte Ben. „Kleine Filmchen können große Geschichten erzählen.“

    Und von diesem Tag an hatte Moritz seine Kamera wirklich immer dabei — sogar beim Mittagessen. Denn man wusste ja nie, wann die nächste gute Szene vorbeikam.

    MoritzKamera
    BenPfeiffe

  • Ben der Fuchs und die Pfeife der Ideen

    Ben der Fuchs und die Pfeife der Ideen

    Ben der Fuchs studierte Online-Redaktion an der TH Köln. Jeden Morgen setzte er sich mit seinem Laptop in die Bibliothek, klappte die Ohren nach vorn und schrieb an neuen Artikeln.

    Seine Kommilitoninnen und Kommilitonen staunten oft. Denn Ben konnte schneller tippen als jedes Eichhörnchen Nüsse sammeln konnte.

    „Heute brauchen wir eine Reportage über das Leben im Wald“, sagte seine Professorin.

    Ben nickte ernst. Nach der Vorlesung setzte er sich unter eine alte Kastanie, holte seine Pfeife hervor und paffte nachdenklich kleine Rauchkringel in die Luft.

    „Hm“, murmelte er. „Eine gute Geschichte braucht einen starken Einstieg.“

    Da kam Greta, die Dachs-Studentin, vorbei. „Ben, hast du schon eine Idee?“

    Ben blinzelte schlau. „Vielleicht schreibe ich über Tiere, die nachts arbeiten. Die Eule als Nachrichtensprecherin, der Igel als Faktenchecker und der Waschbär als Bildredakteur.“

    Greta lachte. „Das klingt nach einer perfekten Online-Reportage!“

    Ben öffnete sein Schreibprogramm und legte los. Er schrieb eine Überschrift, baute Zwischenüberschriften ein, suchte passende Bilder heraus und prüfte jede Quelle zweimal. Nur die Pfeife lag neben ihm und qualmte gemütlich vor sich hin.

    Am Abend präsentierte Ben seinen Text. Die Professorin lächelte.

    „Sehr gut, Ben. Anschaulich, sauber recherchiert und mit einem klaren roten Faden.“

    Ben verbeugte sich höflich mit seinem buschigen Schwanz.

    Und als die Sonne über Köln unterging, spazierte Ben zufrieden nach Hause. In seiner Tasche steckte eine Eins, im Kopf die nächste Idee und in der Pfeife ein letzter kleiner Rauchkringel.

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